die Förderung ...
der Heimatpflege zwischen den Heimatgebiet ansässigen und den außerhalb des Heimatgebietes lebenden Landsleuten
„Theodor Fontane“
Guben vor 100 Jahren
Die Gubener Zeitung, von 1871 bis 1944 kann auf Rollfilm in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Guben eingesehen werden.
Im Online-Archiv der Gubener Zeitung haben wir für Sie einige Beiträge von 1901 bis 1921 zusammengestellt.
Ein "Antischalenklub" hat sich in London gebildet. Die Mitglieder müssen sich, wie es in dortigen Blättern heißt, verpflichten, 1. niemals Aepfel-, Zitronen- und Orangenschalen auf das Steinpflaster zu werfen; diese Fruchthüllen, wenn sie sie auf dem Bürgersteig finden, von dort zu entfernen; 3. Personen, die Obstschalen auf das Pflaster werfen, darauf aufmerksam zu machen, daß sie dadurch die Gesundheit und geraden Glieder ihrer Mitbürger gefährden. Eine derartige Vereinigung würde auch in anderen Städten ein reiches Feld für ihr nützliches Wirken finden.
Bekanntmachung zur Verhütung von Unglücksfällen durch den Betrieb der elektrischen Straßenbahn
Dem Jahresbericht des Gymnasiums und der Realschule… entnehmen wir folgendes: An beiden Anstalten unterrichten insgesamt 26 Lehrkräfte. Die Frequenz war am 1. Februar 1906 wie folgt: Gymnasium 223, Realschule 220, Vorschule 117. Über die Religions- und Heimatsverhältnisse der Schüler wird mitgeteilt: Gymnasium: 189 Evang., 22 Kath., 4 Alt-L., 8 Juden; 157 Einheimische, 63 Auswärtige, 3 Ausländer. Realschule: 200 Evang,. 9 Kath., 2 Alt-L., 9 Juden; 182 Einheimische, 38 Auswärtige. Vorschule: 105 Evang., 5 Kath., 3 Alt-L., 4 Juden; 110 Einheimische, 3 Auswärtige, 2 Ausländer…
Milchfälschung! In der letzten Sitzung des Schöffengerichtes wurde schon wieder einmal eine Milchfälscherin – die Ehefrau eines Gemeindevorstehers aus der Umgegend - zu einer Geldstrafe von 50 M verurteilt. Nach dem Gutachten des Schlachthofdirektors Burggraf hier hatte sie die Abendmilch erheblich abgerahmt und diese Magermilch der frisch gemolkenen Morgenmilch zugesetzt und damit auch die sonst gute Morgenmilch in ihrer Qualität erheblich verschlechtert. Das abgeschöpfte Fett der Abendmilch hatte sie für sich behalten, im Hause verwendet und zu Butter verarbeitet. Von dem vorhandenen Milchgemisch lieferte sie dann die eine Hälfte als Abendmilch und die andere Hälfte als Morgenmilch an eine hiesige Milchhandlung und brachte so diese in die Gefahr einer unreellen Geschäftsführung, da sie die Milch als Vollmilch guter Beschaffenheit ablieferte. Für eine Wiederholung ihrer unreellen Handlungsweise wurde der Frau Gefängnisstrafe in Aussicht gestellt, da durch solche in der Säuerung vorgeschrittene Milch insbesondere Kinder in Gefahr von Magen- und Darmkrankheiten gebracht werden.

Die Brückenbau-Angelegenheit wurde verhältnismäßig rasch erledigt. Es wurde durch Stimmzettel darüber abgestimmt, welcher der in Betracht kommenden vier Firmen den Zuschlag auf den Bau der Brücke mit Wehr erteilt werden soll. Sieger blieb die Firma Huta (Breslau) mit 23 Stimmen. Auf die anderen im Wettbewerb stehenden Firmen entfielen auf die Firma Wantz und Freytag 8, Dyckerhoff und Widmann 6, Beuchelt u. Co. 4 Stimmen. Der Magistrat wurde beauftragt, mit der Firma Huta abzuschließen. Hierüber, sowie über die Beratung der danach verhandelten Anträge und Interpellationen berichten wir morgen weiter.