
1235 verlieh Heinrich der Erlauchte der Stadt an der Neiße das Stadtrecht. Im 19.
Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20.Jh. erlebte Guben einen bedeutenden
Aufschwung durch die Tuch- und Hutindustrie. Mit einer Jahresproduk-
tion von 10 Millionen
Hüten war Guben sogar die Hutstadt Europas. Bekannt war auch die Gubener Baumblüte.
Ab 1909 fuhren Sonderzüge aus Berlin zu diesem einzigartigen Ereignis. Das herrlich
gelegene Städtchen wurde früher als "Perle der Niederlausitz" und als das "Heidelberg
des Ostens" bezeichnet. Dazu hat sicherlich mit beigetragen, dass Guben eine Stadt der
Gärten war und bis heute geblieben ist. Im 2.Weltkrieg wurde die schöne Innenstadt mit
der Stadt- und Hauptkirche und dem Rathaus zu 90% zerstört.

Viel schlimmer war aber für die Bürger, dass ihre geliebte Stadt durch den Fluss Neiße
in die polnische Stadt Gubin und in das deutsche Guben 1945 geteilt wurde.
Bedeutende Gubener Betriebe zu DDR Zeiten waren das Chemiefaser-
werk (8 000 Beschäftigte),
die Vereinigten Hutwerke und der VEB Gubener Wolle. 1972 wurde der visafreie Grenzverkehr zwischen Polen und der DDR eröffnet. Das ebnete den Weg für eine freundschaftliche Zusammenarbeit. Heute sind beide Städte auf dem Weg zu einer Europamodellstadt und man spricht von einer Stadt in zwei Ländern. Bei der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover waren Guben und Gubin als dezentrales Objekt vertreten.
Guben wird von Jahr zu Jahr schöner und attraktiver. Gegenwärtig ist der Stadtumbau mit

der Promenade am Dreieck das wichtigste Vorhaben in der bezaubernden Kleinstadt inmitten
der Lausitz. Guben ist Spitze beim Stadtumbau im Land Brandenburg. Seit 1991
unterstützen Land und Bund die städtebaulichen Maßnahmen in Guben mit 32,7 Millionen
Euro. Die Landschaft um Guben mit einer Vielzahl von Seen, stillen Wäldern und einem gut
ausgebauten Radwegenetz ist wunderschön. Bei zahlreichen Veranstaltungen und Festen sind
Kultur und Tradition erlebbar. Dazu zählen das Frühlingsfest an der Neiße und das vom

Fremdenverkehrsverein "Neißeland Guben" e.V. organisierte Appelfest mit dem Höhepunkt
der Wahl und Krönung der Gubener Apfelkönigin. Seit 1995 finden in Guben auch die
jährlichen Bundestreffen des Gubener Heimatbundes statt. Durch die EU Osterweiterung
wird Guben auch als das Tor zum Osten bezeichnet. Guben ist aber auch ein idealer
Ausgangspunkt für Ausflüge ins nahe gelegene Schlaubetal, dem Spreewald, in die
Hauptstadt Berlin oder ins benachbarte Polen.
Die Regionalgruppe Guben
Die RG ist inzwischen die mitgliederstärkste Gruppe des GHB. Erstes Treffen, mit dem
Ziel, in Guben eine RG zu gründen, fand am 22. Juni 1991 mit 45 Mitgliedern aus Guben
in "Kermers Weinstube" in der Kupferhammerstraße statt (konstituierende Sitzung).
Initiatoren: Hans Joachim Just, Dr. Michael Gretzinger als stellvertretender
Vorsitzender und Johannes Knak (nicht anwesend). Von Gubener Seite nahmen u.a.
Bürgermeister Balzarek, der Stadtverwaltungsdezernent Dr. Peter Lohmann, Superintendant
Dellbrück und die zwischenzeitlich leider verstorbene Rosemarie Kroll teil. Sie
übernahm dann auch die Leitung (Sprecherin) der RG Guben und eröffnete Wilkestraße 5
eine Kontaktstelle. Am 12. Oktober fand ein weiteres Treffen in Guben (Bergschänke
Bresinchen) mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Knak statt. 102 eingetragene
Teilnehmer zählte die Anwesenheitsliste. Am 02. Mai 1992 nahmen am 3. RG - Treffen
in Guben (Universum) im Beisein von Dr. Gretzinger, Knak und Köhler 200 Personen teil.
Das RG - Treffen in Guben, am 24./25. April 1993 besuchten über 400 Teilnehmer, u.a.
auch Gäste aus den USA. 1995 wurde die Gubener Heimatstube in der Uferstraße 38
eröffnet. Die RG leitet seit August 1996 Lutz Materne. Die neue Heimatstube in der
Gasstraße 13 wurde am 01.11.2002 bezogen. Dort ist auch das gesamte Archiv
untergebracht. Mit der Digitalisierung ist begonnen worden und diese wird fortgeführt.
RG Treffen finden monatlich statt. Die Gruppe plant und unternimmt Ausflüge, betreut
die Heimatstube, organisiert die Bundestreffen in Guben und erstellt auch das
Rahmenprogramm. Hauptverantwortlich für die bisher durchgeführten 14 Bundestreffen in Guben
war Lutz Materne, der dabei von ca. 20 Mitgliedern der Gubener RG unterstützt wurde.
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